Die Webseite Meldeplattform Radverkehr
ermöglicht es, bauliche und die Verkehrssicherheit
beeinflussende Mängel für den Radverkehr auf einer
digitalen Karte zu verorten und die Meldung mittels
eines Mängelkatalogs, ggf. mit digitalen Fotos ergänzt,
zu beschreiben.
Der zuständige Sachbearbeiter der betroffenen Kommune wird mittels E-Mail über den Meldungseingang
informiert. Die eingehenden Meldungen werden über
die Plattform verwaltet und auf einer Übersichtskarte
dargestellt. Die meldende Person wird über den Eingang der Meldung und ggf. auch über den Bearbeitungsstand informiert.
Den Radverkehr zu stärken ist ein wichtiger
Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität in
der Region Frankfurt RheinMain. Neben einer fahrradfreundlichen Verkehrsplanung und dem Ausbau des
Fahrradwegenetzes sind auch die Wartung der
existierenden Radverkehrsanlagen und die Beseitigung von Gefahrenquellen unentbehrlich.
Daher bemühen sich die zuständigen Ämter,
Schäden an Radverkehrsanlagen zeitnah aufzudecken und zu beseitigen. Die Gefahrenquellen
und Schäden im alltäglichen Radverkehr sind
vielseitig: Risse oder Unebenheiten in der Fahrbahnoberfläche, zu hohe Bordsteine, Pfützen
durch unzureichende Entwässerung, in den Weg
ragende Pflanzen, die das Radfahren behindern,
fehlende Markierungen, undeutliche Beschilderung oder unsichere Abstellanlagen.
Um Informationen über diese Schäden und
Mängel schnell und kostengünstig zu erhalten,
bietet sich die Mitarbeit derer an, die die Mängel
feststellen – also die Radfahrer selbst. Die Übermittlung dieser Informationen ist mancherorts
aber derzeit schwierig, da die Radfahrer keine
zentrale Anlaufstelle für solche Meldungen haben. Der direkte Weg zu den zuständigen Ämtern
ist in den meisten Fällen sehr zeitaufwendig und
wird deshalb nur von wenigen Bürgern genutzt.
Beispiele im In- und Ausland zeigen, dass zentrale Anlaufstellen für das Melden von Schäden von der
Bevölkerung gut angenommen werden.
Konkret entsteht die zentrale Anlaufstelle für die Region
Frankfurt RheinMain über eine benutzerfreundliche Internetplattform, die in den Hessischen Radroutenplaner
integriert wird. Über diese Meldeplattform kann jeder
Bürger in wenigen Schritten Meldungen eingeben.
Zuerst wird der Schaden mit einer Meldung auf einer
digitalen Karte verortet. Danach folgt die Meldungsbeschreibung, die so weit wie möglich standardisiert über
ein Mängelkatalog erfolgt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, Bilder, die die Meldung erläutern, hinzuzufügen.
Abschließend kann sich der Radfahrer mit seiner E-Mail
Adresse identifizieren, um so für eventuelle Rückfragen
zur Verfügung zu stehen.
Nach der vollständigen Eingabe wird die Meldung via
E-Mail an den zuständigen Ansprechpartner der Kommune weitergeleitet. In einem mit Passwort geschützten
Bereich der Meldeplattform erhalten die Kommunen die
Möglichkeit, die Meldungen zu verwalten. Sie können
den Meldungen unter anderem eine Dringlichkeit zuteilen, den Meldungsstatus angeben und die Meldung
innerhalb der Verwaltung und an andere zuständige
Stellen weiterleiten. Zusätzlich können die Kommunen
dem Bürger, der die Meldung angelegt hat, eine Antwort
schicken. Die Kommunen erhalten ebenfalls die Möglichkeit, sich alle sie betreffenden Meldungen auf einer Karte
anzeigen zu lassen und diese nach bestimmten Suchkriterien zu filtern.
Für die Behörden ist es eine
große Hilfe, wenn sie zeitnah gut
dokumentierte Informationen
über bestehende Schäden und
unsichere Situationen auf den
Radwegen bekommen. Damit
stellt ein solches Meldesystem
für die Behörden eine wesentliche Arbeitserleichterung dar.
Für den Bürger bedeutet diese
innovative Plattform eine deutliche Senkung der Hemmschwelle, Probleme an die Behörden
zu melden. Dadurch trägt diese
Plattform zu mehr Bürgernähe
und einem sicheren und nachhaltigen Verkehr bei. Für dieses
Projekt arbeitet die ivm GmbH
eng mit den Kommunen der Region, dem ADFC-Hessen, dem Land
Hessen und dem Radfahrbüro
Frankfurt zusammen.
Die technische Umsetzung erfolgt durch das Aachener Ingenieurbüro IVV. Ein Probebetrieb
beginnt im Dezember 2009 mit
acht Kommunen der Region. Er
soll dazu dienen, das System zu
optimieren und Mängel zu beheben. Ab April 2010 soll
das System für die ganze Region Frankfurt RheinMain
eingeführt und der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Die
Meldeplattform wird dann über den Radroutenplaner Hessen erreichbar sein.
Mehr Informationen:
Ausführliche Projektbeschreibung.
Träger:
ivm GmbH (Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain)
Kontakt:
Jan Annendijck (Projektleiter)
Dr. Jürg Sparmann, Rolf Valussi
(Geschäftsführung)
Lyoner Straße 22
60528 Frankfurt am Main
069 / 66075932
j.annendijck@ivm-rheinmain.de
Die Meldeplattform ist ab dem Frühling
erreichbar über http://www.radroutenplaner.hessen.de
Das Projekt der Woche:
In der Zeit vom 18. Dezember 2009 bis 26. Februar 2010 wird ein Projekt je eine Woche lang als "Projekt der Woche" ausführlich auf unseren Internetseiten präsentiert! Wir greifen auf spannende Projekte aus den Vorjahren zurück, aber auch auf erste Einsendungen aus 2009. Die Auswahl als "Projekt der Woche" ist unabhängig von der Entscheidung der Jury.