2008: Bildung der Bürgerinitiative (50 Bürger/
5 AG). Tödliche Unfälle von Radfahrern. Verwaltungsgemeinschaft
Berlstedt mit 13 Orten muss für
Bürger sicher erreichbar sein. Berlstedt ist Versorgungszentrum.
Zwei stark befahrene Landesstraßen
sind für Fußgänger und Radfahrer nicht sicher. Daher
am 3.3.09 Einwohnerversammlung mit 350 Teilnehmern
und Landespolitikern. Am 9.8.09 Großdemo mit
ca. 600 Bürgern - Politiker machen Zusagen!
Aktivitäten sind in zahlreichen Pressemitteilungen,
Funk- u. Fernsehberichten sichtbar. 3000
Bürger beteiligen sich an Unterschriftensammlung –
Übergabe an Thüringer Wirtschaftsminister zur Einwohnerversammlung
am 3.3.09. Bürgerinitiative prägt den
Begriff „Alltagsradwege“. Bisher kannte die Politik nur
touristische Radwege! Möglichkeiten für Radwegebau im
Zusammenhang mit ICE-Bau bisher nicht genutzt. 800 m
Lückenschluss bis zum Radweg über ICE-Brücke waren
nicht geklärt. Bürgerinitiative deckte Gemeindeeigentum
an früheren Vorgewendewegen neben der Landesstraße
zur Erleichterung des Grunderwerbes auf. Am 9.8.09 fand
eine Großdemo mit über 500 Teilnehmern und Landespolitikern
statt. Zusagen zum Radwegebau wurden gegeben.
Veröffentlichung der Zusagen auf einer großen Tafel!
Die Bürgerinitiative „Alltagsradwege für unsere Region“
im nördlichen Weimarer-Land hat seit ihrer Gründung am
07. September 2008 durch ihre Aktivitäten den Alltagsradwegebau
bei den verantwortlichen Landespolitikern
ins Blickfeld gerückt. Thüringen hat 2009 eine Broschüre
über den Ausbau des Tourismus-Radwegenetzes herausgegeben,
aber mit keinem Wort das Alltagsradwegenetz
erwähnt. Mehrere tödliche Radunfälle in unserer
Region machen aber den Ausbau von Alltagsradwegen
dringend erforderlich. Berlstedt ist nicht nur das Zentrum
der Verwaltungsgemeinschaft mit 13 Orten und
5000 Einwohner, sondern in Berlstedt befinden sich
mit der Grund- und Regelschule, den medizinischen
Einrichtungen, der Apotheke, dem REWE Markt, der Raiffeisenbank,
den Gewerbebetrieben usw. wichtige Versorgungs-
und Produktionseinrichtungen. Das Kulturhaus
Berlstedt ist kulturelles Zentrum für die Region. Unsere
Kinder erhalten in der Grundschule Verhaltensregeln
zur Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr. Sie können
diesen Befähigungsnachweis jedoch nicht nutzen,
weil das Radfahren auf den öffentlichen Landesstraßen
zu gefährlich ist. Die Eltern müssen aus Sorge um die
Gesundheit ihrer Kinder das Radfahren verbieten. Insgesamt
fehlen 9,5 km Radwege in unserer Region, um auf
notwendigen straßenbegleitenden Wegen sicheren Radund
Fußgängerverkehr zu ermöglichen. Viele Bürger würden
umweltschonend vom Auto auf das Rad umsteigen,
zumal auch der öffentliche Personennahverkehr immer
weiter reduziert wird.
Die Bürgerinitiative hat einen positiven öffentlichen
Druck auf die Verantwortlichen aufgebaut und konstruktive
Vorschläge zur Umsetzung eines Alltagsradwegekonzepts
unterbreitet. Einmalig im Freistaat Thüringen
wurde mit Beharrlichkeit das Ziel verfolgt, sichere Alltagsradwege
in der Verwaltungsgemeinschaft Berlstedt
zu schaffen. Am 03 März 2009 fand in Anwesenheit von
Sozialministerin Lieberknecht und Wirtschaftsminister
Wucherpfennig im Kulturhaus Berlstedt ein Einwohnerversammlung
ausschließlich zum Radwegebau statt.
Über 350 Bürger kamen zur Veranstaltung. Die anwesenden
Politiker hörten sich 11 konstruktive Beiträge
von Bürgern an. Minister Wucherpfennig nahm den
dringenden Bedarf für Radwege aus der Beratung mit. Er
versprach, vorbehaltlich der Landtagszustimmung, die
Finanzmittel für den Radewgebau von 1,3 auf 4,5 Mill. €
zu erhöhen. Das Medieninteresse war groß. Das Fernsehen
berichtete noch am selben Abend. In den Regionalzeitungen
wurde am folgenden Tag ausführlich über die
Veranstaltung berichtet. In den folgenden Monaten kam
eine, in dieser Form einmalige Zusammenarbeit
zwischen den Landesbehörden zu Stande.
Am 9. August 2009 wurde eine Großdemo auf dem REWE
Parkplatz in Berlstedt vereinbart. Hier sollten erste Ergebnisse
der Landesregierung vorgelegt und der Bürgerinitiative
eine Antwort auf offene Fragen gegeben werden.
Außerdem fand die Großdemo mit 600 Teilnehmern auch
vor den Thüringer Landtagswahlen statt. Die Bürgerinitiative
hat so eine Großveranstaltung erstmalig organisiert.
Vieles musste beachtet werden, für alles gab es Verwaltungsvorschriften.
Die Veranstaltung wurde wieder ein
Höhepunkt für unsere Region. Eine kostenlose Geschenktombola,
die durch Gaben vieler Fahrradgeschäfte aus
Erfurt, Weimar, Apolda und Sömmerda ermöglicht wurde,
bereicherte die Veranstaltung. Zum Gelingen trugen auch
der Grundschulchor, die Trommler und der Posaunenchor
bei.
Punkt 12.00 Uhr bekamen die Politiker Gelegenheit,
max. 5 Minuten zum Thema Radwege zu sprechen. Die
verantwortlichen Landespolitiker machten Zusagen, die
voll mit den Zielen der Bürgerinitiative übereinstimmten.
Ihre Zusagen für die einzelnen Jahre 2009 bis 2013
haben wir auf einer großen Tafel am REWE Parkplatz für
jeden sichtbar festgehalten.
Mehr Informationen:
Ausführliche Projektbeschreibung.
Träger:
Bürgerinitiative „Alltagsradwege für unsere
Region“ Berlstedt
Kontakt:
Helga Radziejewski
An der Spitze 5
99439 Berlstedt
036452 / 72554
huabe@aol.com
Das Projekt der Woche:
In der Zeit vom 18. Dezember 2009 bis 26. Februar 2010 wird ein Projekt je eine Woche lang als "Projekt der Woche" ausführlich auf unseren Internetseiten präsentiert! Wir greifen auf spannende Projekte aus den Vorjahren zurück, aber auch auf erste Einsendungen aus 2009. Die Auswahl als "Projekt der Woche" ist unabhängig von der Entscheidung der Jury.