Verschiedene Aktionen der Bürgerinitiative


Das "Projekt der Woche" Nummer 7
vom 26. Januar - 5. Februar 2010:

Bau von Alltagsradwegen, 800 m Lückenschluss im Jahr 2010

2008: Bildung der Bürgerinitiative (50 Bürger/ 5 AG). Tödliche Unfälle von Radfahrern. Verwaltungsgemeinschaft Berlstedt mit 13 Orten muss für Bürger sicher erreichbar sein. Berlstedt ist Versorgungszentrum. Zwei stark befahrene Landesstraßen sind für Fußgänger und Radfahrer nicht sicher. Daher am 3.3.09 Einwohnerversammlung mit 350 Teilnehmern und Landespolitikern. Am 9.8.09 Großdemo mit ca. 600 Bürgern - Politiker machen Zusagen!

Aktivitäten sind in zahlreichen Pressemitteilungen, Funk- u. Fernsehberichten sichtbar. 3000 Bürger beteiligen sich an Unterschriftensammlung – Übergabe an Thüringer Wirtschaftsminister zur Einwohnerversammlung am 3.3.09. Bürgerinitiative prägt den Begriff „Alltagsradwege“. Bisher kannte die Politik nur touristische Radwege! Möglichkeiten für Radwegebau im Zusammenhang mit ICE-Bau bisher nicht genutzt. 800 m Lückenschluss bis zum Radweg über ICE-Brücke waren nicht geklärt. Bürgerinitiative deckte Gemeindeeigentum an früheren Vorgewendewegen neben der Landesstraße zur Erleichterung des Grunderwerbes auf. Am 9.8.09 fand eine Großdemo mit über 500 Teilnehmern und Landespolitikern statt. Zusagen zum Radwegebau wurden gegeben. Veröffentlichung der Zusagen auf einer großen Tafel!

Die Bürgerinitiative „Alltagsradwege für unsere Region“ im nördlichen Weimarer-Land hat seit ihrer Gründung am 07. September 2008 durch ihre Aktivitäten den Alltagsradwegebau bei den verantwortlichen Landespolitikern ins Blickfeld gerückt. Thüringen hat 2009 eine Broschüre über den Ausbau des Tourismus-Radwegenetzes herausgegeben, aber mit keinem Wort das Alltagsradwegenetz erwähnt. Mehrere tödliche Radunfälle in unserer Region machen aber den Ausbau von Alltagsradwegen dringend erforderlich. Berlstedt ist nicht nur das Zentrum der Verwaltungsgemeinschaft mit 13 Orten und 5000 Einwohner, sondern in Berlstedt befinden sich mit der Grund- und Regelschule, den medizinischen Einrichtungen, der Apotheke, dem REWE Markt, der Raiffeisenbank, den Gewerbebetrieben usw. wichtige Versorgungs- und Produktionseinrichtungen. Das Kulturhaus Berlstedt ist kulturelles Zentrum für die Region. Unsere Kinder erhalten in der Grundschule Verhaltensregeln zur Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr. Sie können diesen Befähigungsnachweis jedoch nicht nutzen, weil das Radfahren auf den öffentlichen Landesstraßen zu gefährlich ist. Die Eltern müssen aus Sorge um die Gesundheit ihrer Kinder das Radfahren verbieten. Insgesamt fehlen 9,5 km Radwege in unserer Region, um auf notwendigen straßenbegleitenden Wegen sicheren Radund Fußgängerverkehr zu ermöglichen. Viele Bürger würden umweltschonend vom Auto auf das Rad umsteigen, zumal auch der öffentliche Personennahverkehr immer weiter reduziert wird.

Die Bürgerinitiative hat einen positiven öffentlichen Druck auf die Verantwortlichen aufgebaut und konstruktive Vorschläge zur Umsetzung eines Alltagsradwegekonzepts unterbreitet. Einmalig im Freistaat Thüringen wurde mit Beharrlichkeit das Ziel verfolgt, sichere Alltagsradwege in der Verwaltungsgemeinschaft Berlstedt zu schaffen. Am 03 März 2009 fand in Anwesenheit von Sozialministerin Lieberknecht und Wirtschaftsminister Wucherpfennig im Kulturhaus Berlstedt ein Einwohnerversammlung ausschließlich zum Radwegebau statt.

Über 350 Bürger kamen zur Veranstaltung. Die anwesenden Politiker hörten sich 11 konstruktive Beiträge von Bürgern an. Minister Wucherpfennig nahm den dringenden Bedarf für Radwege aus der Beratung mit. Er versprach, vorbehaltlich der Landtagszustimmung, die Finanzmittel für den Radewgebau von 1,3 auf 4,5 Mill. € zu erhöhen. Das Medieninteresse war groß. Das Fernsehen berichtete noch am selben Abend. In den Regionalzeitungen wurde am folgenden Tag ausführlich über die Veranstaltung berichtet. In den folgenden Monaten kam eine, in dieser Form einmalige Zusammenarbeit zwischen den Landesbehörden zu Stande.

Am 9. August 2009 wurde eine Großdemo auf dem REWE Parkplatz in Berlstedt vereinbart. Hier sollten erste Ergebnisse der Landesregierung vorgelegt und der Bürgerinitiative eine Antwort auf offene Fragen gegeben werden. Außerdem fand die Großdemo mit 600 Teilnehmern auch vor den Thüringer Landtagswahlen statt. Die Bürgerinitiative hat so eine Großveranstaltung erstmalig organisiert. Vieles musste beachtet werden, für alles gab es Verwaltungsvorschriften. Die Veranstaltung wurde wieder ein Höhepunkt für unsere Region. Eine kostenlose Geschenktombola, die durch Gaben vieler Fahrradgeschäfte aus Erfurt, Weimar, Apolda und Sömmerda ermöglicht wurde, bereicherte die Veranstaltung. Zum Gelingen trugen auch der Grundschulchor, die Trommler und der Posaunenchor bei.
Punkt 12.00 Uhr bekamen die Politiker Gelegenheit, max. 5 Minuten zum Thema Radwege zu sprechen. Die verantwortlichen Landespolitiker machten Zusagen, die voll mit den Zielen der Bürgerinitiative übereinstimmten. Ihre Zusagen für die einzelnen Jahre 2009 bis 2013 haben wir auf einer großen Tafel am REWE Parkplatz für jeden sichtbar festgehalten.

Mehr Informationen:

Ausführliche Projektbeschreibung.



Träger:
Bürgerinitiative „Alltagsradwege für unsere Region“ Berlstedt

Kontakt:
Helga Radziejewski
An der Spitze 5
99439 Berlstedt
036452 / 72554
huabe@aol.com


Das Projekt der Woche:
In der Zeit vom 18. Dezember 2009 bis 26. Februar 2010 wird ein Projekt je eine Woche lang als "Projekt der Woche" ausführlich auf unseren Internetseiten präsentiert! Wir greifen auf spannende Projekte aus den Vorjahren zurück, aber auch auf erste Einsendungen aus 2009. Die Auswahl als "Projekt der Woche" ist unabhängig von der Entscheidung der Jury.

Bau der „Zusagen-Tafel“ Fahrrad bei einer Großveranstaltung in Berlstedt Landespolitiker äußern sich
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